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Schülermitbeteiligung im Fachunterricht an Gymnasien in den neuen Bundesländern

Schülermitbeteiligung im Fachunterricht an Gymnasien in den neuen Bundesländern

Projektleiter: Prof. Dr. Meinert A. Meyer, Prof. Dr. Heinz Obst, Prof. Dr. Michael Lichtfeldt (=), Dr. Josef Keuffer
wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Ralf Schmidt, Christine Ziegler
studentische MitarbeiterInnen: Silke Jessen, Anja Weber, Michael Weber
Kooperationspartner: Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger, Prof. Dr Hans-Jürgen Pandel, Prof. Dr. Sibylle Reinhardt
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 10/1995 - 09/1996 und 01/1998 - 05/2000
Kurzbeschreibung: Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde im Winter 1997 die Hauptphase einer Untersuchung mit dem Thema "Schülermitbeteiligung im Fachunterricht an Schulen in den neuen Bundesländern" genehmigt. Vereinfacht kann die Fragestellung des Projekts zur Schülermitbeteiligung im Fachunterricht so formuliert werden: Wie beteiligen sich Schülerinnen und Schüler am Unterricht, und wie werden sie von Lehrerinnen und Lehrern am Unterricht beteiligt? Für die Klärung dieser Fragen werden in verschiedenen Fächern Unterrichtsreihen mittels Videographierung dokumentiert, verschriftlicht und interpretiert. Die Sichtweisen der Akteure auf Unterricht werden durch Lehrerinterviews und durch Gruppendiskussionen mit Schülerinnen und Schülern erhoben und mittels qualitativer Inhaltsanalysen ausgewertet. Die Ergebnisse der drei Auswertungsverfahren werden themenbezogen trianguliert. Die Feldphase des Projekts begann im Februar 1998 und konnte im Juli 1998 abgeschlossen werden.
Bisherige Untersuchungen zur Schülermitbeteiligung begrenzen sich weitgehend auf außerunterrichtliche und nicht fachgebundene Fragestellungen. Demgegenüber ist die Erforschung der Schülermitbeteiligung im gymnasialen Fachunterricht in den neuen Bundesländern Zielsetzung dieses Projekts. Auf der Grundlage allgemeindidaktischer Überlegungen zum Begriff der Schülermitbeteiligung und mit Bezug auf die Entwicklungen in den Fachdidaktiken wird untersucht, welche fachgebundenen Formen der Schülermitbeteiligung für den Unterricht in den Fächern Englisch, Geschichte und Chemie/Physik in der gymnasialen Oberstufe in den neuen Bundesländern bestimmt werden können. Mit Bezug auf diese Untersuchungen zum Ist-Stand soll der Begriff der Schülermitbeteiligung präzisiert werden, so daß sich die heute ausweisbaren Möglichkeiten der Schülermitbeteiligung und Perspektiven für ihre Erweiterung aufzeigen lassen. Das Forschungsinteresse richtet sich nicht auf beliebige Aktivitäten von SchülerInnen und ihren LehrerInnen im Unterricht. Vielmehr werden diejenigen Handlungen, durch die der Lehr-Lern-Prozeß gestaltet wird, untersucht. Schülermitbeteiligung ist die aktive didaktische Gestaltung dieses Lernprozesses, die im Rahmen der unterrichtlichen Interaktion der Lehrenden mit den Lernenden durch die Lernenden selbst realisiert wird und die deshalb nicht nur als Reaktion auf das didaktische Handeln der Lehrer verstanden werden kann. Schülermitbeteiligung erfaßt Handlungen, durch die die Lernenden als tendentiell gleichberechtigte Partner in die Planung, Gestaltung und Auswertung des Unterrichts einbezogen werden, so daß sie zunehmend Mitverantwortung für ihr Lernen übernehmen können.

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