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Biografische Verläufe und Berufskarrieren von Absolventinnen und Absolventen von Internatsgymnasien in Deutschland

in Vorbereitung, bewilligter Antrag auf Sachbeihilfe durch die DFG

DE 2811/1-1

Internatsgymnasien stellen herausgehobene Orte schulischer Bildung dar. Die Studie nimmt zwei Typen von Internatsgymnasien in Deutschland in den Blick: Erstens die Internatsgymnasien in reformpädagogischer Tradition und zweitens die (neueren) Begabteninternate, die staatlich finanziert werden und strenge leistungs- und persönlichkeitsbezogene Aufnahmeprüfungen durchführen.

Bislang gibt es nur vereinzelt Studien zu Internatsgymnasien in Deutschland. Studien zu Absolventinnen und Absolventen von Internatsgymnasien fehlen völlig.

In dieser auf ca. 3 Jahre angelegten qualitativen Studie sollen die Bildungsbiografien und Berufskarrieren sowie die in die Biografie eingelagerten Deutungen in Bezug auf die internatsschulische Bildung von ca. 30-jährigen Absolventinnen und Absolventen von exklusiven Internatsgymnasien untersucht werden.

Dabei wird von der These ausgegangen, dass es sich bei internatsschulischen Einrichtungen um Institutionen mit einer starken Sekundärsozialisation handelt, die das spätere öffentliche und private Erwachsenenleben der Schüler entscheidend beeinflussen können.

Für die Untersuchung bilden biografie-, identitäts- sowie habitustheoretische Ansätze die zentralen Bezugspunkte.

Methodisch stützt sich das Projekt vor allem auf biografisch-narrative Interviews mit Absolventinnen und Absolventen etwa zehn Jahre nach dem Schulabschluss. Experteninterviews mit den Schulleitungen sowie ein Monitoring-Fragebogen dienen dazu, das Feld zu erschließen.

Mit seiner Fragestellung liegt das Projekt an der Schnittstelle von Bildungs- und Sozialisationsforschung sowie Ausbildungs-, Hochschul- und Berufsübergangsforschung. Es lässt als Ergebnis erstmalig Informationen zur Relevanz des internatsgymnasialen Besuchs für die Bildungskarrieren und mittelfristigen Berufskarrieren der ehemaligen Schülerinnen und Schüler und zu den bildungsbiografischen Auswirkungen der Internatssozialisation erwarten.

Bearbeitung und Kontakt

Dr. Ulrike Deppe

wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt qualitative Bildungsforschung

Zentrum für Schul- und Bildungsforschung
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Franckeplatz 1, Haus 31
06099 Halle

Tel.: 0049-(0)345-5521703

E-Mail:

Für Interessierte und Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie

Fragebogen

Der Monitoring-Fragebogen dient dazu, erstmalig Informationen über Internatsabsolventinnen und -absolventen der Abiturjahrgänge 2006, 2007 und 2008 zu erschließen. Er beinhaltet Fragen zum Internatsbesuch, zum Bildungsverlauf, zur familiären Herkunft und zur aktuellen Lebenssituation. Die Befragung dauert ca. 20 min. mit dem Online-Fragebogen und ist selbstverständlich anonym. Ergebnisse der Befragung werden auf der Projekthomepage veröffentlicht und den Teilnehmenden auf Nachfrage zugänglich gemacht.

Lebensgeschichtliche Interviews

Ich interessiere mich für die Lebensgeschichten von Absolventinnen und Absolventen von Internatsgymnasien, die heute ca. 30 Jahre alt sind. Dabei sollten die Absolventinnen und -absolventen möglichst mind. ein bis zwei Jahre in einem Internatsgymnasium verbracht haben.

Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie mich gern oder unter der Telefonnummer 0345-5521703 kontaktieren.

Die Daten des Interviews werden selbstverständlich anonymisiert und pseudonymisiert und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.

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