Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Elitebildung und Hochschulen

Projektleiter

Prof. Dr. Reinhard Kreckel und PD Dr. Manfred Stock, Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kurzdarstellung

Die Hochschulbildung hat sich im Zuge der Bildungsexpansion von einer exklusiven Bildung zur Breitenbildung entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein normaler Hochschulabschluss zu einer gesellschaftlichen Spitzenkarriere führt, hat sich dadurch verringert. Im Gegensatz zu der in Deutschland traditionellen „Gleichheitsfiktion“ aller Hochschulabschlüsse gleichen Typs tritt in jüngster Zeit eine kleine Zahl von Hochschulen mit dem Anspruch auf, ein „exzellentes“ Bildungsangebot bereit zu stellen. Diese Bemühungen konfrontieren die deutschen Hochschulen mit einem für sie neuen stratifizierenden Unterscheidungsschema.

Ziel des Projektes ist es, die soziale Konstruktion einer „exzellenten“ Qualifikation und entsprechender Rangunterscheidungen im Hochschulbereich in „statu nascendi“ zu untersuchen. Es werden erstens Bildungsinhalte und zweitens organisatorische Arrangements analysiert, die derzeit in Hochschulen eingeführt werden, um stratifizierende Unterscheidungen zu etablieren. Damit werden institutionelle Mechanismen der Distinktion und der Kohärenzherstellung in den Blick genommen. Drittens geht es um Selektionskriterien für den Zugang zu Hochschulen und Studiengängen mit Exzellenzanspruch.

In methodischer Hinsicht werden diskursanalytische und hermeneutische Verfahren sowie organisationsethnographische Fallstudien kombiniert.

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